“Homo Visegradicus”

Sie sagen Nein zur Aufnahme von Flüchtlingen. Sie schotten sich ab. Sie demonstrieren Geschlossenheit. Heute sind die vier Visegrad-Staaten vielen in Westeuropa zum Dorn im Auge geworden. Wie kam es zu dieser Entfremdung?

Polen, Ungarn, Tschechien und Slowakei gehen ihren eigenen Weg. Die Visegrád-gruppe verweigert sich so vehement einer vertieften Europäischen Integration. Eckpfeiler der Zusammenarbeit zwischen der EU und den Visegrád-Staaten sind:

  1. Unkontrollierter Flüchtlingsstrom aus Afrika und aus dem Nahen Osten
  2. Abgabe der eigenen Souveränität an Brüssel

Sie kämpfen ebenfalls gegen die Einführung des Euro und einen EU-Superstaat.

Ich meine auch, dass die Gründe dafür in der Vergangenheit liegen. Die vier Visegrád-Länder haben eine lange gemeinsame Geschichte und sich überlappende und gegenseitig durchdringende Kulturen. Das erlaubte den Wissenschaftlern aus Osteuropa ein Bild des perfekten Menschen “Homo Visegradicus” zu schaffen. Der ungarische Kulturwissenschaftler Róbert Kiss Szemán schreibt, dass es ein gastfreundlicher Mensch ist, der weiß, wie man gewinnt, weil er optimististish in die Zukuft sieht.

Aber kommen wir wieder in unsere reale Welt zurück. Der Einfluss der Visegrád-Gruppe wächst. Viele Positionen der V4-Länder decken sich mit den Forderungen der rechtspopulistischen FPÖ, die sich für einen Beitritt Österreichs zur Gruppe stark machte.

Ich denke, es sind gerade keine einfachen Zeiten. Das Visegrád-Bündnis schmiedet einen neuen Ostblock. Die Krise in Europa und die Erfolge des Rechtspopulismus bedrohen der europäischen Integration.

Advertisements

Leave a Reply

Fill in your details below or click an icon to log in:

WordPress.com Logo

You are commenting using your WordPress.com account. Log Out /  Change )

Google photo

You are commenting using your Google account. Log Out /  Change )

Twitter picture

You are commenting using your Twitter account. Log Out /  Change )

Facebook photo

You are commenting using your Facebook account. Log Out /  Change )

Connecting to %s