Der Fluch von Mussolini – seine Rechtsaußen-Enkelinnen in der Politik

Aus heiterem Himmel: Bei der Wahl des Kommunalparlaments der italienischen Hauptstadt Rom ist die 47-Jährige Rachele Mussolini, die Enkelin des faschistischen Diktators, als Stadträtin Roms bestätigt worden. Rachele trat als Kandidatin der rechtsextreme Partei “Fratelli d’Italia” an.

Rachele Mussolini

Sie meint, dass es überall schwierig ist, Mussolini zu heißen. Es ist ein gewichtiger Nachname, den Rachele aber mit Stolz trägt. “Und der Faschismus? Der gehöre „in die Geschichte“, so die Enkelin des italienischen Diktators.

Die andere Enkelin, Alessandra Mussolini, ist auch die bekannte Politikerin und hat heute einen schlechten Ruf. Sie richtete mehrfach gegen LGBT*-Community. Im Jahr 2006 auf den Vorwurf eines transsexuellen Politikers, sie sei Faschistin, antwortete Mussolini in einer Fernsehsendung: “Besser, ein Faschist zu sein als eine Schwuchtel”. Sie sei stolz darauf, Faschistin zu sein, sagte Alessandra damals.

Alessandra Mussolini

Mitte der 2000er Jahre begann ihre Freundschaft mit dem FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache. Die Enkelin meint, dass bei einigen Themen sie dieselben Ansichten haben. Sie behauptete nach dem ihren ersten Treffen, dass “der Faschismus der Gesellschaft einen enormen Entwicklungsschub gegeben hat.”

Ich schätze, es stimmt, was man sagt, dass die Gene von Mutter und Vater die Merkmale und persönlichen Ausprägungen eines Kindes prägen.

Robert Biedrón glaubt den Versprechen von Andrzej Duda nicht

Der polnische Präsident Andrzej Duda will gleichgeschlechtliche Ehe anerkennen

Polens Präsident Duda sagte in einem Interview mit dem polnischen Nachrichtenmagazin «Wprost», dass er bereit ist, das Gesetz über die Eintragung gleichgeschlechtlicher Partnerschaften zu unterstützen.

Der linksliberale EU-Abgeordnete Robert Biedrón, der im Januar offiziell seine Kandidatur für Präsidentenwahl verkündete, traut Duda nicht über den Weg. “Er liegt vor den Bischöfen auf den Knien und wird sich nicht von der PiS-Partei abnabeln”, sagte Biedrón.

Der schwule Präsidentschaftskandidat der Linken Robert Biedrón während einer Wahlkampfveranstaltung am 3. Februar 2020 in der Stadt Piotrkow Trybunalski

Die polnische Linke machen sich inzwischen keine Illusionen mehr darüber. Während des Treffens mit Wählern in der Stadt Piotrkow Trybunalski betonte Robert Biedrón, dass Polens Präsident Duda und die Koalition zwischen PiS und Bürgerplattform mehrmals dieses Gesetz erörtert haben, aber ihre Worte wurden nicht in die Tat umgesetzt. “Das ist ein altes politisches Täuschungsmanöver für den Wahlkampf. Ich habe diese Geschichte mehrfach nicht nur von Andrzej Duda gehört, sondern auch von der Bürgerplattform. Wie lange kann man die Polen und Polinnen belügen?”, sagte er.

Der linksliberale EU-Abgeordnete erinnerte daran, dass Duda während seiner Präsidentschaft nie auf Angriffe auf LGBT-Demonstranten reagiert hat. Zudem verteidigte er den Erzbischof von Krakau Marek Jędraszewski, der die LGBT-Bewegung eine “regenbogenfarbene Pest” nannte.