Konversionstherapie – Methode des Altertums (Teil 1)

“Homosexualität und Transgeschlechtlichkeit sind Krankheiten”. Wer sind die Anhänger dieser Behauptung? Warum denken sie das? Lassen wir uns das Problem näher betrachten und sehen.

Die Existenz der Reparativtherapie ist eine Diskriminierungsform von LGBTI-Personen. Verschiedene Vorschläge und Äußerungen, dass Homosexualität “heilbar” ist, sorgen nur für Empörung.

Zwei Dinge kann man feststellen: Erstens haben der Weltärztebund und die World Psychiatric Association schon anerkannt, dass Homosexualität ein natürliches Phänomen ist. Zweitens gelten alle Methoden der Reparativtherapie als gesundheitsschädlich und verletzen die Menschenrechte.

Der Hauptgrund, warum diese Therapie noch existiert, ist eine sehr starke Unterstützung von der Kirche und von Vertretern der konservativen Kräfte. Das Beispiel der USA zeigt klar, wie das alles funktioniert.

Mike Pens und Homophobie

US-Vizepräsident Mike Pence ist einer der mächtigsten Kritiker der LGBT-Bewegung in der politischen Arena. Angesichts der dauernden Debatten über traditionelle Werte war er mehrmals in den Fokus von Medien geraten. Im Jahr 2015 unterzeichnete Pence als Gouverneur von Indiana ein Gesetz, mit dem Ladenbesitzer mit Verweis auf ihren Glauben Dienstleistungen an Homosexuelle verweigern können. Der US-Vizepräsident gilt auch als entschlossener Gegner der gleichgeschlechtlichen Ehe.

Der TAGESSPIEGEL schrieb: “Hilfsorganisationen, die sich für Menschen mit Aids und HIV einsetzen, wollte er nur weiter finanzieren, wenn diese Organisation nicht weiter ein „Verhalten“ feierten und ermutigten, das die Übertragung von HIV begünstige. Mit diesem Verhalten meinte er Sex zwischen Männern. Überhaupt solle das Geld besser dafür verwendet werden, Institutionen zu unterstützen, die Menschen dabei helfen, ihr Sexualverhalten zu verändern, so heißt es im Wahlprogramm.” Der heutige US-Vizepräsident sprach damals von der Konversionstherapie und wollte sie mit Steuergeldern unterstützen.

Kirche und Reparativtherapie

Heute steht die “Homo-Heilung” in 19 von 50 Staaten an unter Strafe. Trotz der Gesetze, die die Pseudo-Therapie für Homosexuelle verbieten, arbeiten die Geistlichen mit solchen Organisationen zusammen, die angeblich aus einem Schwulen oder einer Lesbe einen heterosexuellen Menschen machen sollen.

Im September letzten Jahres hat das Erzbistum Philadelphia mit Unterstützung durch Desert Stream Ministries das Seminar “Gender Matters Fighting for the Integrity of Persons” abgehalten. Das Ziel der Veranstaltung war die Propagierung von traditionellen Werten und von der Konversionstherapie.

Das Erzbistum Denver arbeitet auch eng mit dieser Organisation. Das wurde bekannt, als sie die Konferenz “Gender Matters: Fighting for a New Generation” veranstaltet haben. Das Programmziel, von dem sie dort erzählten, war es, den Kirchgängern die Fertigkeiten der “Homo-Heilung” zu vermitteln, weil die LGBT-Personen ihrer Meinung nach körperlich und geistig gebrochen sind.

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